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Das eigene Vermögen ganz individuell vererben

Jedermann steht es zu, schon zu Lebzeiten Regelungen bezüglich seines Vermögens in Form eines Testaments oder eines Erbvertrags für den Todesfall zu treffen. Eine individuell gestaltete Nachfolgebestimmung ist immer dann sinnvoll, wenn sich der Erblasser von der gesetzlichen Erbfolge abweichende Regelungen wünscht. Hierbei ist allerdings eine gewisse Vorsicht geboten. Obwohl die Testierfähigkeit verfassungsrechtlich garantiert wird, müssen bei der Errichtung eines Testaments bzw. eines Erbvertrages dennoch einige Regeln beachtet werden.

Notartätigkeit bei erbrechtlichen Angelegenheiten

testament und erbvertragGrundsätzlich ist es möglich, ein Testament eigenhändig zu verfassen. Bei einem Erbvertrag hingegen ist die notarielle Beurkundung eine Wirksamkeitsvoraussetzung. Dies bedeutet, dass ein Erbvertrag ohne Mitwirkung eines Notars nichtig ist und keinerlei Wirkung entfaltet. In den allermeisten Fällen ist es jedoch auch bei der Errichtung eines Testaments durchaus empfehlenswert, den Rat eines Notars einzuholen. Wie bei vielen anderen Rechtsgebieten auch handelt es sich beim Erbrecht um eine schwierige Materie. Nichtsdestotrotz gehen nicht wenige Leute davon aus, dass bei ihnen alles ganz einfach sei und verfassen ohne kompetente Beratung ein Testament. Sollten hier die juristischen Grundkenntnisse fehlen, werden die Fachbegriffe und die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten oftmals verkannt. Auf diese Weise wird riskiert, dass das Testament rechtlich unklar formuliert ist und unerwünschte Ergebnisse zum Vorschein bringt. Zudem können durch das Fachwissen des Notars eventuell auftretende Streitigkeiten unter den Erben schon vor deren Entstehen verhindert werden. Daneben stellt die notarielle Beurkundung des Dokuments sicher, dass die letztwillige Verfügung auch korrekt umgesetzt wird.

Die kostengünstige Variante

Oftmals wird ein Testament handschriftlich angefertigt, um die Notarkosten zu sparen. Dabei können mit einem notariell beurkundeten Testament sogar Kosten gespart werden, da ein solches Testament einem Erbschein gleichsteht. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) im Jahre 2013 entschieden. Seitdem ist die bis zu diesem Zeitpunkt übliche Handhabung der Kreditinstitute, bei Umschreibungen von Bankkonten verstorbener Kontoinhaber einen Erbschein zu verlangen, nicht mehr rechtmäßig.

handschriftliches-testamentNun braucht die Erbberechtigung von Erben zur Berichtigung des Grundbuches und zur Verwaltung von Konten nicht mehr durch einen kostenpflichtigen Erbschein nachgewiesen zu werden. Vielmehr genügt schon die Vorlage eines beglaubigten Testaments oder eines Erbvertrags. Der BGH bekräftigte damit seine frühere Rechtsprechung, wonach ein eröffnetes öffentliches Testament einen ausreichenden Nachweis des Erbrechts erbringt. Ein notarielles Testament ist vor allem dann kostengünstiger als ein Erbschein, wenn zum Zeitpunkt der Errichtung das Vermögen noch überschaubar ist. Handelt es sich später hingegen um einen großen Nachlass, schlägt das wiederum bei der Erbscheinsgebühr zu Buche.

Rund um Erbe und Testament

Wie zuvor schon angedeutet hat ein handschriftliches Testament rechtliche Grenzen. Möchte man beispielsweise mit seinem nichtehelichen Lebensgefährten eine gemeinsame Bestimmung treffen, die beide absichert, bleibt nur der Erbvertrag, den man nur vor dem Notar abschließen kann. Dies gilt auch, falls die folgenden Generationen in die Gestaltung eingebunden werden sollen. So kommt es immer wieder vor, dass ein Kind gegen die Vereinbarung von Pflege- und Versorgungsleistungen besonders bedacht wird. Aufgrund seiner Erfahrung und seiner rechtlichen Fachkenntnis kann der Notar demnach die Gesamtgestaltung der Verfügungen von Todes wegen hinterfragen und bei Optimierungsbedarf andere Möglichkeiten vorschlagen, die steuerliche oder pflichtteilsrechtliche Vorteile bringen. Bei großen Vermögen sind auch oftmals lebzeitige Übertragungen von Vermögenswerten sinnvoll, die regelmäßig ohnehin die notarielle Form voraussetzen.


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