Unser Tätigkeitsbereich: Vorsorgemaßnahmen


Die Vorsorgemaßnahmen im Falle eines Unglücks liegen ebenfalls im Tätigkeitsbereich eines Notars. Im Falle eines tatsächlich eintretenden Notfalls sollte niemand unvorbereitet sein, da es nach dem Notfall für weitere Maßnahmen bereits zu spät sein kann. Deswegen sollten sich auch junge und gesunde Menschen über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten frühzeitig informieren und die entsprechenden Maßnahmen treffen.

vorsorgemassnahmen notarIm Wesentlichen stehen folgende Maßnahmen zur Verfügung:

  • Generalvollmacht
  • Vorsorgevollmacht
  • Betreuungsverfügung
  • Patientenverfügung

Die beste Vorbereitung für den Notfall

Sowohl die General- als auch die Vorsorgevollmacht dienen dazu, das eigene Selbstbestimmungsrecht auch bei einer etwaigen Entscheidungsunfähigkeit wahrzunehmen. Die Generalvollmacht ermöglicht es dem Bevollmächtigten, die finanziellen Angelegenheiten des Vertretenen zu regeln. Im Rahmen einer Generalvollmacht ist es demnach möglich, über die Bankkonten des Betroffenen zu verfügen. Dadurch soll es dem Vertreter in erster Linie möglich sein, die mit dem Notfall verbundenen finanziellen Angelegenheiten in Sinne des Vertretenen zu regeln. Die Vorsorgevollmacht hingegen umfasst zudem noch die Entscheidungen aus dem persönlichen Bereich des Betroffenen. Hier wird also eine Person des Vertrauens ermächtigt, die maßgeblichen Entscheidungen selbstständig zu treffen. Gegenstand der Vorsorgevollmacht können demnach zum Beispiel die Gesundheitsvorsorge, die Regelung über den Aufenthaltsort oder die Frage nach lebensverlängernden Maßnahmen sein. Beide Vollmachten machen den Vertreter sofort handlungsfähig – das wichtigste Kriterium im Notfall. Eine solch weitreichende Vollmacht sollte nicht leichtfertig abgegeben werden. Vielmehr sollte sie auf auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen zugeschnitten sein. Wir bieten Ihnen die optimale Gestaltung und die exakte juristische Formulierung Ihrer Vollmachten an.

Die Betreuung mit staatlicher Überwachung

Im Gegensatz zu der Vorsorgevollmacht wird bei einer Betreuungsverfügung ein Gericht eingeschaltet. Im Rahmen einer Betreuungsverfügung kann der Verfügende jedoch selbst entscheiden, welchen Betreuer er im Fall der Fälle haben möchte. Hier kann also Einfluss auf die durch ein Gericht angeordnete Betreuung genommen werden. Der Betoffene kann sogar Wünsche hinsichtlich seiner späteren Lebensgestaltung äußern.

betreuungsverfuegungDas Handeln des Betreuers kann man mit einer Betreuungsverfügung gewissermaßen von staatlichen Stellen überwachen lassen, worin ein entscheidender Unterschied zur Vorsorgevollmacht liegt. Das Gericht kann von den Wünschen des Verfügenden nur abweichen, wenn sich die Wünsche oder die benannte Person als ungeeignet erweisen. In der Praxis werden Betreuungsverfügungen häufig mit Vorsorgevollmachten kombiniert. Sollte die Vertretung der Wunschperson im Rahmen der Vorsorgevollmacht aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, tritt die als „zweite Wahl“ aufgenommene Betreuungsverfügung in kraft. Bei Fragen oder Problemen bezüglich dieser komplexen und für juristische Laien undurchschaubaren Materie helfen wir Ihnen gerne weiter.

Lebensverlängernde Maßnahmen oder nicht?

In einer Patientenverfügung werden Anordnungen festgehalten, die auf die in bestimmten Notfällen gewünschte medizinische Versorgung abzielen. Die Patientenverfügung kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn beim Betroffenen der Zustand der Entscheidungsunfähigkeit vorliegt. Die Patientenverfügung kann zum Beispiel den Umfang von Wiederbelebungsmaßnahmen oder die Frage einer etwaigen Organtransplantation klären. Auch der Einsatz von lebensverlängernden Maßnahmen wird oft in der Patientenverfügung geregelt. Die Formulierung einer solchen Verfügung stellt sich durchaus als schwierig dar. Eine exakte Formulierung, die dem Arzt in jeder konkreten Situation die Entscheidung genau vorgibt, ist im Grunde genommen nicht möglich. Deshalb ist es äußerst sinnvoll, die Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht zu kombinieren. Auf diese Weise ist der Bevollmächtigte in der Lage, die Wünsche des Vollmachtgebers gegenüber dem Arzt durchzusetzen. Die Patientenverfügung sollte unbedingt in notarieller Form ausgestaltet sein. Nur so ist unwiderleglich dokumentiert, dass der Vollmachtgebende hinlänglich beraten und aufgeklärt wurde und sich seiner weitreichenden Entscheidungen voll und ganz bewusst war.


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